Dezember 7th, 2008
Kepler Track
Am 4.12. gings dann auf unseren bis jetzt größten Trip: Den Kepler Track, eine viertägige Wanderung (ca. 60km) über ein paar Berge im Fiordland National Park. Und weil bei so einer Wanderung die Ausrüstung doch nicht ganz unwichtig ist haben wir uns erstmal ordentliches Equipment ausgeliehen. Und dann gings los…
Der erste Tag war dabei gar nicht mal so doll. Wir durften uns fast 1000 Höhenmeter nach oben kämpfen. Und das ganze mit den schweren Backpacks und geliehenen (= schlecht passenden) Wanderschuhen. Und dann ging das ganze auch noch durch neuseeländischen Kaltregenwald, den wir eigentlich schon in Massen gesehen haben. Und das Wetter war auch net sooo doll. Wenigstens waren dann die letzten paar Meter oberhalb der Baumgrenze, so gab es dann doch noch ein paar schöne Ausblicke bevor wir uns in der mäßig warmen Hütte verkrochen.
Der zweite Tag war dann das klare Highlight. Es war schneeSTURM ( = wenig Schnee und viel Wind) vorhergesagt. Und so gut wie alles vom Track ging entlang der Bergkämme. Am Anfang war das Wetter aber noch recht gut.
Weiter oben wurde es dann deutlich kälter und das Wetter passte sich der Vorhersage an.
Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen nen kleinen Umweg über den ca. 1472m hohen Mt Luxmore zu nehmen.
Und da die geliehenen GoreTex- Jacken super gegen Wind waren hat das ganze auch echt Spass gemacht. Insbesondere bei einigen der bis zu 80km/h starken Böen musste man sich schon mal wegducken wenn man auf einem der vielen Kämme unterwegs war.
Um die Windstärke mal noch etwas anschaulicher zu verdeutlichen: Wenn man versucht hat auf den Boden zu spucken is das Zeugs einfach senkrecht nach links weggeflogen. Nach ca. 4-5 Stunden Kampf gegen die Natur kam dann leider schon wieder der Abstieg auf 400m und die zweite Hütte.
Am dritten Tag gings dann wieder durch massig Wald. Ab und zu waren aber doch noch ein paar schöne Aussichten dabei. Außerdem fand an diesem Tag die Kepler Challenge statt, bei der 400 Leute mit Langeweile und viel Ausdauer den gesamten Track (60km Bergwanderweg) in 4,5 Stunden rennen.
Spätestens an dieserm Tag machten sich bei uns allen die Blasen an den Füßen bemerkbar und wir waren froh dann endlich unsere Hütte zu erreichen. Diese lag an einem See, und so konnten wir noch eine Runde baden und einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen.
Am letzten Tag entschieden wir uns dann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr die ganze Strecke zu laufen, sondern nach ca. 6 von 15km auf nem Shuttleparkplatz Schluss zu machen und fuhren den Rest zurück.
Insgesamt haben wir ca. 55km geschafft, und das mit dem kompletten Proviant und Ausrüstung für vier Tage aufm Rücken.